|
»»
Aufruflugbatt |
Sa. 04. April: OSTERMARSCH HEIDELBERG 2026 |
|
Weitere Ostermärsche Eine Übersicht über
alle Ostermärsche stellt wieder das Netzwerk
Friedenskooperative bereit:
Weitere Infos vom Bundesausschuss Friedensratschlag:
|
Friedensfähig statt kriegstüchtig!
Nein zu Hochrüstung, Sozialabbau,
Mittelstreckenwaffen verhindern!
Samstag
4. April 2026 Mit Beiträgen von:
und kulturellen Beiträgen u.a. von:
Moderation: Annette Schiffmann, Asylarbeitskreis Heidelberg
Es rufen auf: Friedensbündnis Heidelberg
»» Aufruf (PDF) Ostermarsch Heidelberg 2026 Friedensfähig statt kriegstüchtig!
Nein zu Hochrüstung, Sozialabbau,
Mittelstreckenwaffen verhindern! Ukraine, Gaza, Libanon, Syrien, Jemen, Sudan, …, im letzten Juni noch Iran – die Liste der Kriege wird immer länger. Die USA begannen das Jahr mit einem militärischen Großangriff auf Venezuela und dem Kidnappen seines Staatsoberhaupts, gefolgt von Drohungen gegen Kolumbien, Mexiko, Kuba und Iran. Im Kampf um den Erhalt ihrer Dominanz setzen sie sich, unterstützt von ihren Verbündeten, ohne Hemmungen über alle anerkannten Regeln und Abkommen hinweg. Präsident Trump erklärt offen, er „brauche kein Völkerrecht“. Die Gefahr eines großen Krieges und von Atomwaffeneinsätzen war noch nie so hoch wie heute. Das von Albert Einstein mitgegründete Magazin „Bulletin of Atomic Scientists“ hat seine symbolische „Weltuntergangsuhr“ daher erneut vorgestellt: auf nur noch 85 Sekunden vor Mitternacht! Die irrwitzige Steigerung der Militärausgaben durch Deutschland und seine NATO-Partner wird die Eskalationsgefahren noch weiter erhöhen. Dieser brandgefährlichen, nur noch auf militärischem Denken basierenden Politik, der damit einhergehenden Verschleuderung von Ressourcen und Militarisierung der Gesellschaft müssen wir entschieden entgegentreten ‒ für die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen!
Macht mit:
Für Frieden, Abrüstung und
Völkerverständigung Kriege beenden ‒ Diplomatie statt Eskalation! In der Ukraine … Nach vier Jahren zerstörerischem Krieg in der Ukraine sind endlich aussichtsreiche Verhandlungen im Gange, gefördert durch Ansätze Washingtons, die auf Anerkennung der Realitäten vor Ort basieren, die Ursachen des Krieges berücksichtigen und wichtige Vorhaben zur Deeskalation und Entspannung für die Zeit danach beinhalten, wie die Verlängerung von Verträgen zu Atomwaffen. Die führenden Kräfte in der EU stellen sich jedoch weiter gegen nötige Kompromisse. Ohne Verzicht auf einen NATO-Beitritt der Ukraine und Verbot ausländischer Truppen auf ukrainischem Gebiet, wird es aber keinen Friedensschluss geben. … und im Nahen Osten! Trotz eines seit Oktober letzten Jahres geltenden „Waffenstillstands“ geht der Völkermord in Gaza, der schon über 100.000 Todesopfer forderte, schleichend weiter. Mehr als 470 PalästinenserInnen wurden seither getötet. Hilfslieferungen werden weiterhin eingeschränkt, der UNO und den meisten Hilfsorganisationen wurde die Tätigkeit in Palästina verboten. Israel hält noch über die Hälfte der verwüsteten Enklave militärisch besetzt. Der vom UN-Sicherheitsrat abgesegnete „Friedensplan“ Trumps setzt nicht auf Durchsetzung des Völkerrechts sowie Schutz und Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes, sondern auf ihre Unterwerfung unter ein US-geführtes, kolonialistisches Protektorat. Gleichzeitig intensiviert das Netanyahu-Regime auch den Landraub im illegal besetzen Westjordanland und setzt die völkerrechtswidrigen Angriffe auf den Libanon und Syrien fort. Ungeachtet dessen liefert Deutschland weiter Waffen und vertieft mit einem neuen Kooperationsabkommen für Drohnen und Cyberkrieg die militärische und geheimdienstliche Zusammenarbeit weiter. Regierung und Konzerne in Deutschland wollen von den Kriegserfahrungen Israels profitieren. Wir fordern ernsthaftes Engagement für ein Ende von Krieg, Gewalt und Vertreibung! Keine weitere Unterstützung für Israels völkermörderischen Krieg und die illegale Besatzung! Hochrüstung stoppen Die Konfrontation zwischen der NATO und Russland hat in der EU eine beispiellose Aufrüstung in Gang gesetzt. Deutschland prescht dabei voran und nimmt nun weltweit bei den Militärausgaben schon den vierten Rang ein. In diesem Jahr sollen 108 Milliarden fürs Militär ausgeben werden, fast doppelt so viel wie vor vier Jahren. Die angestrebten 5% des Bruttoinlandproduktes würden eine Steigerung auf jährlich 215 Mrd. Euro für Rüstung und Krieg bedeuten, fast die Hälfte des jetzigen Bundeshaushalts. Friedensfähig statt erstschlagfähig: für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen! Die ab 2026 geplante Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland erhöht die Gefahr eines Atomkriegs weiter. Es sind reine Angriffswaffen, die Erst- und Enthauptungsschläge der USA gegen die zweite atomare Großmacht ermöglichen sollen ‒ und dies mit Vorwarnzeiten von wenigen Minuten. Dies steigert das Risiko von Fehlreaktionen bis zum Atomwaffeneinsatz aus Versehen. Während die Angreifer in sicherer Entfernung vor ähnlichen russischen Waffen bleiben, setzen sie Deutschland der Gefahr aus, Ziel von Präventivangriffen zu werden. Diese Stationierung muss verhindert werden. Wer bedroht wen? Begründet wird die enorme Hochrüstung mit der angeblichen russischen Bedrohung. Nach der Ukraine würde Russland bald auch NATO-Staaten angreifen, tönt es aus allen Richtungen. Plausible Gründe findet man keine. Weder hat Moskau dafür ein realistisches Motiv, noch die russische Armee die Fähigkeit. Auch die 17 US-Geheimdienste kommen in ihrer gemeinsamen Analyse zum Schluss, dass Russland keinen direkten militärischen Konflikt mit den Streitkräften der USA und der NATO will. Tatsächlich sind die europäischen NATO-Staaten Russland auch ohne die USA in allen konventionellen Waffengattungen deutlich überlegen. Während die NATO-Staaten 2025 schon insgesamten mehr als 1,3 Billionen Euro für Rüstung und Krieg ausgaben und die europäischen Mitglieder 479 Mrd. Euro, beliefen sich Russlands Ausgaben dafür trotz der enormen Kosten des Ukrainekrieges nur auf rund 150 Milliarden Euro. Friedensfähig statt kriegstüchtig!
Mit Lücken bei der Verteidigungsfähigkeit hat
die exorbitante Hochrüstung Deutschlands
offensichtlich nichts zu tun. Ziel ist, so
Kanzler Merz, die Bundeswehr zur stärksten
europäischen Armee in der NATO zu machen und
damit, wie SPD-Chef Lars Klingbeil gerne
betont, Deutschland zur europäischen
Führungsmacht. Bei den Rüstungskonzernen
knallen fast täglich die Sektkorken, der
militärisch-industrielle Komplex
triumphiert. Nein zur Wehrpflicht! Um die Bundeswehr drastisch auf eine Gesamtstärke von 460.000 Soldatinnen und Soldaten aufzustocken, wird die Pflicht zum Kriegsdienst benötigt und schon schrittweise vorbereitet. Wir stehen an der Seite der jungen Menschen, die den potentiell tödlichen Zwangsdienst mehrheitlich ablehnen und unterstützen ihren Widerstand dagegen. Krieg, Verwüstung, Verfolgung, Hunger und Not treiben Millionen Verzweifelte in die Flucht. Doch Deutschland und Europa reagieren mit einem Überbietungswettbewerb der Abschreckung und Abschottung gegen Menschen in Not. Wir wenden uns entschieden dagegen, ebenso wie gegen Forderungen nach schneller Abschiebung in kriegszertrümmerte Herkunftsländer ohne garantierte Menschenrechte. Mit dem Ostermarsch treten wir ein
Frieden
und Sicherheit gehen nur gemeinsam. |
|
|